Mit Korényis Kraftakt noch zum Remis

Wasserball DWL 11.03.2013 Cristian Meister / WAZ

In Rage brachte Bochums Wasserballtrainer Thilo Khil die lasche Einstellung seiner Farben in der Partie bei Duisburg. Dabei holten die Blau-Weißen eher glücklich und mit einem Tor zwei Sekunden vor der Schlusssirene noch ein 12:12.

Auch am Sonntagabend war Bochums Trainer noch nahe der viel zitierten „180“. „Die ersten drei Viertel gingen gar nicht. Da war null Dynamik, keine Einstellung, nichts an Herzblut“, schimpfte Thilo Khil über den Großteil des Auftritts im Rheinhausener Bad bei den Wasserballerinnen von FS Duisburg.

In der sechsten Spielminute lagen die Blau-Weißen bereits mit 1:3 hinten. Ausgerechnet Helen Waleczek, die eigentlich nicht im Bundesligateam steht und eine längere Wasserballpause eingelegt hatte, verwertete eine Überzahlchance für Bochum. Doch die Duisburgerinnen durften weiter munter treffen. Nach der Halbzeit führte das Heimteam so mit 8:5 und wenig später mit 10:7 (24. Min.). Die Wiesentalerinnen wehrten sich kaum. Allerdings war fast die komplette Mannschaft angeschlagen. „Außer Steffi Motte, die von einer Nachtschicht kam, hatten alle mit Verletzungen oder Grippe zu tun. Aber trotzdem akzeptiere ich so eine Leistung nicht“, sagte Khil.

Am Ende war es ein Kraftakt, überhaupt noch einen Punkt zu sichern. Zwei Überzahltore von Zsófia Korényi sorgten zuerst für den 10:10-Ausgleich (29. Min.). Trotzdem führte das Heimteam in der Schlussminute erneut mit 12:11, bevor Korényi bei einer Frau mehr im Wasser zwei Sekunden vor dem Ende den Ball im Netz unterbrachte. „Wasserball muss man auch arbeiten. Mit so einer Haltung verlieren wir im Halbfinale“, konnte sich Khil auch später kaum beruhigen.

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