Freie Schwimmer Duisburg ziehen aus der DWL zurück

Wasserball 30.06.2014 Sandra Goldmann / WAZ

Die Freien Schwimmer Duisburg sind in der Deutschen Wasserball-Liga der Frauen erst einmal Geschichte. In der kommenden Saison soll es in der Oberliga weitergehen. Vor allem das zu geringe Spielerpersonal führten zu der Entscheidung.

Wieder verliert der Duisburger Sport ein Aushängeschild. Neuestes Opfer sind die Freien Schwimmer, die ihre Mannschaft aus der Deutschen Wasserball-Liga der Frauen zurückziehen. Nach vier Jahren im Oberhaus, soll es nun erst einmal in der Oberliga weitergehen.

„Es gab viele kleine Gründe, die dazu geführt haben, dass wir uns zu diesem Schritt entschieden haben“, erzählt Wasserballwartin Angela Korneli. Das größte Problem: Spielermangel. „Letztes Jahr sind wir mit 15 Spielerinnen in die Saison gegangen und das wurde schon knapp. Jetzt würden wir nur noch zehn Leute zusammen bekommen“, sagt Korneli. Dass die Duisburgerinnen schon in der abgelaufenen Saison mit dem enttäuschenden vorletzten Platz hinter ihren Erwartungen zurückgeblieben waren, trug auch dazu bei, dass die FSD nun die Notbremse zogen. „Wir haben viele Projekte gestartet und vieles versucht. Die Realität sieht aber oft anders aus, als man es sicher vorher ausgemalt hat. Wir standen beim Training zum Teil nur noch mit fünf Leuten da. Da muss man dann auch vernünftig sein, schließlich ist so eine DWL-Teilnahme teuer“, streicht die FSD-Wasserballwartin heraus. Nun sollen die Beiträge in der Meldeliga sogar um satte 16 Prozent steigen. „Wir ziehen nicht aus finanziellen Gründen zurück“, betont Korneli. „Aber auch das spielte bei unserer Entscheidung eine Rolle.“

Ein Großteil der Spielerinnen will bleiben

Die konkreten Planungen für die neue Saison haben noch nicht begonnen. Sicher ist, dass Jasmin Krieter aufgrund ihrer anhaltenenden Schulterprobleme aufhören wird. Auch dürften die Kaderspielerinnen Kim Illinger und Torhüterin Jana Lueg keine Probleme haben, bei einem anderen DWL-Team unterzukommen. Korneli: „Das Gros der verbleibenden Spielerinnen hat angekündigt, in der Oberliga spielen zu wollen. Sollten wir genug Mädchen zusammen bekommen, werden wir auch noch ein Bezirksliga-Team melden.“

Die Duisburger Kaderspielerin Kim Illinger (links, am Ball) dürfte ebenso wie ihre Mannschaftskollegin Jana Lueg keine größeren Probleme haben, ein neues Team in der Deutschen Wasserball-Liga zu finden. Foto: Fabian Strauch

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