Kerßenboom bewahrt Freie Schwimmer vor Debakel

Wasserball 05.05.2014 Kök / RP-Online

Die Wasserballerinnen der Freien Schwimmer Duisburg (FSD) sind im Saisonendspurt wahrlich nicht zu beneiden. Mit einem 15er-Kader war der Vorjahresdritte in die Saison gestartet. Zu Jahresbeginn setzte dann der Substanzverlust ein. Erst beendete Neuzugang Marlene Becker die Saison aus beruflichen Gründen vorzeitig. Dann verabschiedeten sich Lara Deißmann und Natascha Sanfilippo nach bestandenem Abitur nach Australien. Aktuell müssen Nationaltorhüterin Jana Lueg (Schulter) und Annalena Fritze (Fuß) verletzt zuschauen. Derart dezimiert sind die Erfolgsaussichten naturgemäß gering.

Am Samstagnachmittag bot die junge Mannschaft von Kai Obschernikat beim Tabellenzweiten Hannoverscher SV eine ordentliche Leistung und hielt die erwartete Niederlage mit 8:15 (0:5, 4:5, 2:1, 2:4) im Rahmen. "Im ersten Viertel hat Hannover richtig Gas geben. Danach haben wir uns aber gefangen und gut dagegengehalten", sagte FSD-Wasserballwartin Angela Korneli. Nach dem 0:6 (9.) führten die Routiniers Jasmin Krieter und Katrin Juntermanns ihr Team per Doppelschlag in die Spur. Näher als auf vier Treffer kamen die Gäste aber nicht heran. Dazu präsentiert sich der HSV in dieser Saison zu stark. Von den 13 Saisonspielen entschied Hannover elf für sich, nur gegen den Double-Gewinner SV Bayer Uerdinger war kein Kraut gewachsen.

Das Duisburger Vorhaben, trotz der personellen Nöte ein ansehnlicheres Ergebnis als im Hinspiel (3:14) zu erzielen, glückte. Großen Anteil daran hatte Ronja Kerßenboom. Die Jugend-Nationaltorhüterin, die anstelle von Jana Lueg zwischen den Pfosten schwamm, nutzte ihre Bewährungschance. Vor allem in der zweiten Hälfte machte die 17-Jährige zahlreiche Chancen zunichte und wurde folgerichtig zur Spielerin des Tages gewählt.

Zum Abschluss der Punkterunde empfangen die Freien Schwimmer am übernächsten Samstag, 17. Mai, den SC Chemnitz. Mit einem Sieg würde das Schlusslicht auf jeden Fall die "rote Laterne" abgeben und sich sehr wahrscheinlich sogar auf Platz sechs verbessern. Verzichten müssen die FSD auf Vanessa Korneli. Die Centerspielerin bekam in Hannover Mitte des dritten Viertels eine "Rolle" und ist damit gesperrt. "Die Schiedsrichter wollen einen Schlag gesehen haben", erklärte Angela Korneli: "Die Szene war sehr strittig, und es wurde auch niemand getroffen. Aber Pfiff ist Pfiff."

FSD: Kerßenboom - Krieter (1), Sturm (1), Illinger, Juntermanns (2), A. Korneli (1), V. Korneli, Bonnen (1), Gerresheim (1), Fohrmann (1).

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