Viel Lob für den Masurencup

Wasserball 12.08.2013 Kristof Köller / Rheinische Post

Die Wiederaufnahme ist geglückt. "Es war die absolut richtige Entscheidung, das Turnier nach der letztjährigen Pause wieder auszurichten", zeigte sich Angela Korneli erschöpft, aber glücklich. In den letzten Tagen und Wochen hatten sich die Wasserballwartin der Freien Schwimmer Duisburg (FSD) und ihr Team gehörig ins Zeug gelegt, um einen reibungslosen Verlauf des 22. Masurencups zu gewährleisten. Mit Erfolg.

Nach einem kurzweiligen Wasserball-Wochenende am und im Barbarasee standen die Danksager Schlange. Einer von ihnen: Bengt Lidh, der Mannschaftsverantwortliche des schwedischen Traditionsvereins Järfälla Simsällskap Vattenpolo, dessen weiblicher Nachwuchs zurzeit zu Trainingszwecken in Hamm weilt. Im Rahmen des Masurencups bestritten die Skandinavierinnen ein Einlagespiel gegen die FSD-Talente. "Wir möchten im nächsten Jahr gerne wieder nach Duisburg kommen und dann richtig am Turnier teilnehmen", war Bengt Lidh sichtlich angetan.

In sportlicher Hinsicht ließ das zweitägige Turnier nur wenige Wünsche offen. 18 Mannschaften mit rund 250 Spielerinnen und Spielern lieferten sich spannende Duelle. Bei den Herren setzte sich die Routine durch. Die Waterpolomasters Duisburg, für die unter anderem die früheren Olympia-Dritten Santiago Chalmovsky und Rainer Hoppe die Kappe schnürten, gingen aus allen vier Partien als Sieger hervor. Nach Vorrundenerfolgen über die Freien Schwimmer Hannover (8:4) und den Stolberger SV (9:6) schalteten die Routiniers im Halbfinale die TPS Köln aus. Das Endspiel war dann an Spannung kaum zu überbieten. Nach regulärer Spielzeit hieß es gegen den Zweitliga-Aufsteiger SV Lünen 7:7. Im Fünfmeterwerfen bewiesen die Masters dann Nervenstärke, allen voran Torhüter Chalmovsky, der die Versuche der Westfalen samt und sonders entschärfte. Den dritten Platz sicherte sich Chalmovskys Verein, der Duisburger SV 98, dessen gemischtes Team im kleinen Finale den Verbandsligisten WSG Vest in die Schranken wies.

Aus der überschaubaren Damen-Konkurrenz gingen die Gastgeberinnen als Sieger hervor. Gegenüber dem SV Wuppertal-Neuenhof, der SG SV Aachen und der TPS Köln hatten die Freien Schwimmer, für die gleichermaßen Jugend- wie Bundesliga-Spielerinnen zum Einsatz kamen, klar die Nase vorn.

Die 23. Auflage des traditionsreichen Turniers soll im nächsten Jahr zwischen dem 8. und 10. August 2014 zur Austragung kommen. "Wir haben in den letzten Wochen viel investiert, um den Masurencup wieder ausrichten zu können", freute sich Angela Korneli darüber, "dass wir sehr viel positives Feedback erhalten haben." Neben dem sportlichen Anreiz, sich im See mit vielen bislang "unbekannten" Gegnern messen zu können, schätzen die Wasserballer auch und vor allem den geselligen Aspekt. Die Empfangsfete am Freitag und die Open-Air-Party, die erst um 6 Uhr am Sonntagmorgen zu Ende ging, boten genügend Gelegenheiten, um neue Kontakte zu knüpfen.

Die weitesten Anreisen hatten diesmal der Bremische SV, der Hamelner SV und der Turnier-Neuling Freie Schwimmer Hannover. Die Stammgäste aus dem französischen Dombasle hatten kurzfristig absagen müssen, wollen 2014 aber wieder mit von der Partie sein. Gemeinsam mit dem Team aus dem schwedischen Järfälla könnten sie dann für reichlich internationales Flair sorgen.

Foulkönige: Marianka Kaisers (Aachener SV) und Markus Spatzinskie (WSG Vest)
Beste Torschützen: Clara Utsch (SV Wuppertal / 6 Tore) und Julian Götze (SV Lünen / 12 Tore)
Beste Torhüter: Anika John (Freie Schwimmer Duisburg) und Lars Ruhbach (WSG Vest)

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