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Unsere Ziele:

Wir wollen bei FSD Volleyball spielen, als Beitrag zur Freizeitgestaltung mit Gleichgesinnten. Insbesondere zur Förderung des Vereinslebens, eines offenen Umgangs miteinander, bei dem sich jeder einbringen kann.

Es soll ein Betätigungsfeld für den Jugend- und Leistungsbereich, als auch für den Hobbyspielbetrieb sein. Der Spielbetrieb muss mit eigenen Mitteln finanzierbar sein. Wir wollen in Duisburg eine dominante Rolle spielen und uns ständig qualitativ verbessern. Dazu gehört der Besuch von Lehrgängen und Hospitation bei anderen Vereinen Der Jugendbetrieb ist ein Schwerpunkt unser Tätigkeit und sehr wichtig für die Sicherung der Sportart im Verein. Im Leistungsbereich wollen wir bei Damen und Herren Teams auf Verbands -/ Oberliga Niveau haben. Der Hobbybereich dient für alle, die nicht oder nicht mehr im Leistungsbereich spielen und sich im Verein wohl fühlen.


Foto: Lars Heidrich

Die SG Duisburg in der Verbandsliga-Saison 2018/19. Hinten von links: Tim Gundelach, Sergej Harder, Martin Clausnitzer, Thomas Pusch, Laurence Koopmann, Trainer Markus Moormann. Vorne von links: RTV-Abteilungsleiter Wolfgang Büschken, Björn Teßmer, Laurin Steinwartz, Tobias Simon, Felix Barra, Arne Moormann, Sebastian Birnbaum, Sven Lottes, FSD-Abteilungsleiter Hans Becker.

Rumelner TV und Freie Schwimmer sind die letzten beiden Vereine der Stadt, die im Herren-Ligenbetrieb aktiv sind. Sie bilden nun die SG Duisburg.

Bedenken? Animositäten? Die Trainer und Abteilungsleiter der neuen SG Duisburg stutzen kurz. Ganz so, als hätten sie diese Frage nicht erwartet. Weil sie eben so weit von ihrer Vorstellungswelt entfernt ist. Wenn Fußballer über Fusionen sprechen, geht das nie ohne Emotionen. Weil es da doch dieses eine Spiel vor 27 Jahren gab, in dem der einen den anderen ganz böse gefoult habe.

„Du hattest da eine ganz tolle Idee“, sagt Wolfgang Büschken, der Volleyball-Abteilungsleiter des Rumelner TV, zu Trainer Markus Moormann. Sein Kollege von den Freien Schwimmern Duisburg, Hans Becker, nickt lächelnd. Die beiden letzten Vereine Duisburgs, die Volleyball im Ligabetrieb für Männer anbieten, scheinen sich in der neuen Spielgemeinschaft gesucht und gefunden zu haben.

Wäre alles geblieben, wie es war, hätten sich RTV und Freie Schwimmer in der neuen Saison in einem Verbandsliga-Derby gegenübergestanden. Der RTV als Landesliga-Aufsteiger, die Schwimmer als Oberliga-Absteiger. „Wir hätten es quantitativ gerade noch geschafft, eine Mannschaft zu stellen. Aber die Qualität wäre ein großes Problem gewesen“, sagt Moormann. „Bei uns lief es ganz ähnlich, als sich der Abstieg abzeichnete“, sagt Thomas Pusch von den FSD, gleichberechtigter Trainer, aber auch Spieler der neuen SG.

Moormann suchte das Gespräch mit Pusch – und schnell waren sich beide Trainer einig, dass die Idee einer SG Duisburg gut wäre. „Uns war klar, dass wir eine schlagkräftige Mannschaft auf die Beine stellen werden.“ Beide sind sich sicher: Sobald das Team eingespielt ist, kann die SG um die vorderen Plätze mitspielen. „Mit dem Abstieg haben wir nichts zu tun“, sagt Pusch.

Moormanns Plan ging aber weiter: Die zweite Mannschaft der SG spielt in der Landesliga; ein weiteres Team firmiert mit dem Meldenamen „Rumelner TV II“ in der Bezirksliga. Eine gute Sache, denn „plötzlich kam der Hilferuf aus Baerl, weil viele Jugendliche, die vorher beim TuS gespielt haben, plötzlich ohne Mannschaft und Trainer dastanden. „Wir können sie nun im Bezirksliga-Team melden, wo sie die ersten zwei Spiele absolvieren müssen, ehe wir sie frei auch in den anderen beiden Mannschaften spielen lassen können, ohne dass sie sich festspielen“, erklärt Moormann.

Und plötzlich hörten auch noch einige Spieler rund um Trainer Torsten Kapturek vom TV Kapellen von der neuen SG. „Ohne diese SG könnten wir nur noch im Hobbybereich eigenständig weitermachen“, sagt Kapturek, dessen Spieler dem Landesliga-Team Erfahrung bringen. Er selbst coacht die zweite Mannschaft der SG. Und die Kapellener sind nicht nur ein Anhängsel. Aufgrund der großen Nähe von Rumeln und Kapellen bestreitet die „Zweite“ nun ihre Spiele in der alten TVK-Halle. „Das Verbandsliga-Team wird paritätisch am Steinbart-Gymnasium und am AEG in Rumeln spielen – immer passend zum jeweiligen Gegner“, sagt Moormann.

Büschken und Becker betonen, dass sich beide Vereine redlich um Nachwuchs bemühen, doch die Zahlen sind gerade im männlichen Bereich seit Jahren rückläufig. Bei den Männern ist mit der Bezirksliga Schluss. Bezirksklassen und Kreisligen gibt es schon lange nicht mehr. Warum sich mehr Frauen für Volleyball begeistern? Pusch zuckt mit den Schultern: „Es ist in jedem Fall so, dass man beim Volleyball zunächst viel lernen muss, bevor Spielspaß entsteht.“ Und die Olympia-Erfolge beim Beachvolleyball schlagen nicht bis zum klassischen Volleyball durch. „Beachvolleyball ist etwas völlig anderes. Da können auch zwei Spieler miteinander starten, die weit voneinander entfernt wohnen“, erklärt Büschken.

Von diesen Problemen wollen sich die SG-Leute nicht anstecken lassen. „Es ist ganz erstaunlich, wie gut sich alle verstehen. Das ist eine echte Aufbruchstimmung“, staunt Moormann. Verbandsrechtlich ist eine SG immer für ein Jahr angelegt. Dass diese SG länger hält, glauben alle. Wer das glaubt? Die Trainer, die Funktionäre – und die Spieler.

Die Verbandsliga-Mannschaft startet am Samstag (18 Uhr, AEG) daheim gegen den Kevelaerer SV in die Saison. Das Landesliga-Team spielt am Sonntag (16.15 Uhr, in Oberhausen) gegen die SG Kempen-Wachtendonk.

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