Duisburger Unterwasser-Rugby Damen unter den besten Europas

Unterwasserrugby 03.12.2013 Nadine Griebl

Mit dem Gewinn der diesjährigen Deutschen Meisterschaft im Unterwasser-Rugby qualifizierten sich die Damen der Freien Schwimmer Duisburg für den Champions Cup in Berlin. Ein Turnier an dem die nationalen Meister verschiedener Länder zusammen kommen, um die beste Vereinsmannschaft zu ermitteln. Die Duisburger Unterwasser-Rugby Damen konnten das Turnier mit einem hervorragendem zweiten Platz beenden.

Am vergangenen Wochenende (22.-24.11.2013) war es für die Duisburger Damen soweit: das erste Mal ging es für das Duisburger Team nach Berlin. Dieses Jahr traten acht Damenmannschaften aus ganz Europa (Schweden, Norwegen, Spanien, Italien, Tschechien, Russland) und sogar eine Damenmannschaft aus Kolumbien an. Die Auslosung des Spielplans ergab, dass die Duisburgerinnen in den Gruppenspielen gegen die Damenteams Black Mermaids (Schweden), Firenze (Italien) und Barcelona (Spanien) antreten musste.

Das erste und wichtigste Spiel des Tages startete am Samstagmorgen um 8:30 Uhr gegen die Black Mermaids aus Schweden. Die skandinavischen Unterwasser-Rugby Teams gelten mit als die stärksten Teams der Welt. Ein Sieg war also Pflicht um den Einzug ins Halbfinale zu erreichen.

Etwas verschlafen und nervös startete das Duisburger Team in die Anfangsphase, konnte aber das Spiel von Anfang an dominieren. Der Ball wurde in den eigenen Reihen gehalten, allerdings waren die Angriffe noch etwas zurückhaltend. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit konnte der lang ersehnte Führungstreffer durch Jennifer Wendland, nach einer guten Vorarbeit von Nadine Griebl, erzielt werden. Die zweite Halbzeit glich der ersten: die Duisburgerinnen kontrollierten das Spiel und hielten bis zum Abpfiff den Ball in den eigenen Reihen. Der erste Pflichtsieg und ein erfolgreicher Einstieg in das Turnier waren erreicht.

Das zweite Spiel des Tages bestritten die Unterwasser-Rugby Damen gegen die Mannschaft aus Firenze. Einige Gegnerinnen kannte man von verschiedenen Turnieren und ein Sieg war Pflicht. Gleich zu Beginn der ersten Halbzeit konnte das 1:0 erzielt werden. Die spielerische Überlegenheit der Duisburgerinnen war deutlich und man ging mit einem 5:0 in die Halbzeit. Die zweite Hälfte des Spiels blieb unverändert: das Spiel wurde dominiert und endete mit 10:0 für die Freien Schwimmer. Der Einzug ins Halbfinale war somit gesichert.

Im dritten Spiel gegen die Damen aus Spanien musste allerdings noch ein Sieg her, denn das erste Halbfinale wurde nach Spielplan bereits Samstagabend um 21 Uhr ausgespielt. Vier Spiele an einem Tag sollten unbedingt vermieden werden und man wollte die Gruppe als Erster abschließen um im zweiten Halbfinale am darauffolgenden Tag zu spielen.

Am spätern Nachmittag war es dann soweit: das letzte Gruppenspiel gegen die Spanierinnen begann. Das Team ging davon aus, dass es kein einfaches Spiel werden würde, da die Spanierinnen auf Klammern aus waren anstatt den Ball zu spielen. Diese Vorahnung spürten die Duisburger Unterwasser-Rugby Damen direkt zu Spielbeginn: durch ein konsequentes Wegklammern gepaart mit unfairem Spiel seitens der Spanierinnen konnte der Ball nicht richtig ins Spiel gebracht werden. Erst als die Duisburgerinnen eine längere Druckphase auf das spanische Tor erreichten, konnte der Ball Mitte der ersten Halbzeit zum 1:0 im Tor versenkt werden. Durch die Fouls der Spanierinnen kam es immer wieder zu Unterbrechungen im Spiel und der Spielfluss der Duisburgerinnen wurde immer wieder unterbrochen. Ende der 1. Halbzeit konnte dann doch noch der Treffer zum 2:0 erzielt werden. Nach dem Seitenwechsel hieß das Ziel: Kraft sparen, Verletzungen vermeiden, Ball halten und laufenlassen. Dies wurde auch erfolgreich umgesetzt und der Ball wurde konsequent vor dem Tor der Spanierinnen hin- und hergepasst. Ein Angriff der Mannschaft konnte dann noch zum verdienten 3:0 verwandelt werden, was auch der Endstand blieb. Somit war das Ziel des Tages erreicht: man stand als Gruppenerster im Halbfinale!

Das zweite Halbfinale stand Sonntag um 10:00 Uhr gegen die Damen aus Kolumbien auf dem Plan. Man ging davon aus das die Kolumbianerinnen ähnlich wie die Spanierinnen spielen würden und jeden Angriff wegklammern würden. Von Anfang an kontrollierten die Duisburgerinnen das Spiel und konnten durch ein gutes Forechecking den Ball in der gegnerischen Hälfte halten. Trotz einiger Angriffe auf das kolumbianische Tor wollte der Führungstreffer nicht fallen. Erst kurz vor Ende der ersten Halbzeit konnte Lisa Morawietz in Zusammenarbeit mit Nadine Griebl das verdiente Tor erzielen. Das dominierende Spiel der Duisburger Damen setzte sich in der 2. Halbzeit fort. Eine einzige Unachtsamkeit der Duisburgerinnen konnte Ende der 2. Halbzeit erfolgreich abgewährt werden. Danach hieß es: Ball halten, Spiel kontrollieren und Kraft sparen. So brachten die Damen der Freien Schwimmer das Spiel kontrolliert zu Ende und der Einzug ins Finale war geschafft!

Im Finale traf nun das Teams aus Norwegen (Akkaren) auf die Freien Schwimmer Duisburg. Akkaren hatte im Vorfeld alle Spiele hoch gewonnen und war klarer Favorit auf diesem Turnier. Es war klar, das Team das den ersten Fehler begeht, würde verlieren. Das Spiel gegen Akkaren, bestehend aus dreiviertel der norwegischen Nationalmannschaft, sollte noch mal ein ganz anderes, höheres Niveau erreichen als alle Spiele davor.

Durch den direkten Ballgewinn beim Anschwimmen seitens der Duisburgerinnen konnte der Ball erstmal kontrolliert werden. Man merkte direkt von Spielbeginn, dass es ein ganz anderes Spiel werden sollte als es die Spiele vorher waren. Beide Teams waren körperlich stark, hatten ein gutes forechecking und ließen den Ball schnell laufen. Immer wieder konnten die Duisburger Damen zum Tor der Gegnerinnen vorstoßen, leider konnten die erarbeiteten Torchancen nicht verwandelt werden. In der ersten Halbzeit war eine leichte Dominanz der Duisburgerinnen erkennbar. Die Angriffe der Norwegerinnen konnten erfolgreich abgewährt werden und der Ball wurde durch das gute Forechecking zurückerobert. Nach 15 Minuten Spielzeit ging es für die beiden Mannschaften torlos in die Halbzeit.

Auch in der zweiten Halbzeit schenkten sich die Teams nichts; es war ein Spiel auf Augenhöhe. Durch einen Wechselfehler seitens einer Spielerin von Akkaren hatten die Duisburgerinnen Mitte der zweiten Halbzeit für zwei Minuten ein Überzahlspiel. Leider konnten auch da die Torchancen nicht verwandelt werden.

Zwei Minuten vor Ende der offiziellen Spielzeit kam es während einer Druckphase der Norwegerinnen zu einer Unachtsamkeit am Tor seitens der Duisburger Damen, die eiskalt von einer Spielerin aus Akkaren zum 0:1 bestraft wurde. Ein letztes Aufbäumen der Duisburger Unterwasser-Rugby Damen in der letzten Spielminute konnte leider nicht zum Ausgleichstreffer führen. Somit war das Finale leider verloren und es bestätigte sich, dass die Mannschaft verlieren würde, die den ersten Fehler macht.

Trotz alledem und nach einer kurzen Enttäuschung können die Duisburger Spielerinnen samt Trainer stolz auf die erreichte Leistung sein. War doch dieses Jahr das Spielniveau der angetreten Mannschaft höher als die Jahre davor und das Ziel einer Medaille wurde erreicht.

Nun heißt es für die Duisburger Unterwasser-Rugby Mannschaft weiter trainieren, in der laufenden Saison den Deutschen Meistertitel zu verteidigen um im nächsten Jahr wieder beim Champions Cup antreten zu können.

Anmerkung: alle Kosten (Reisekosten, Übernachtung, Mannschaftsbekleidung, Verpflegung, usw.) werden von jeder Spielerin selbst getragen. Deswegen sind die Unterwasser-Rugby Damen auf der Suche nach Sponsoren, die ein erfolgreiches, junges und sympathisches Team unterstützen möchten. Gerne kann ein Termin zum Kennenlernen bei der Mannschaftskapitänin Nadine Griebl (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) vereinbart werden. Über Spenden jeglicher Art freut sich das Team!


Das Team in blauer Mannschaftsfarbe


... und in weißer Mannschaftsfarbe.


Einstimmen auf das nächste Spiel


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Trainingszeiten

Montag 20:00 - 21:30 Uhr
Samstag 14:00 - 18:00 Uhr


Wer Interesse hat, mal zu einem Schnupper-Rugby vorbei zu kommen, kann gerne zu einem Training Memelbad in Neudorf vorbeikommen. Vorherige Anmeldung bei Christian Aps (Abteilungsleiter FS UWR) unter der Telefonnummer 015167606558 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ist notwendig.