Schwimmen/Volleyball 23.06.2018 WAZ

Es geht um den Sieg. Es geht um den Pokal. Vor allem aber geht es um Freundschaft, gelebt beim sportlichen Vergleich und bei der Party danach. Zum 39. Mal treffen sich bis Sonntag Jugendliche aus Calais und Duisburg zum Sportaustausch. Gastgeber ist in diesem Jahr die nordfranzösische Stadt am Ärmelkanal. Auf Duisburger Seite wird der Städtekampf vom Stadtsportbund organisiert.

In acht Sportarten treten die Talente aus den Partnerstädten gegeneinander an. Das Team Duisburg bringt dabei den Freundschaftspokal mit und will ihn auf der Rückreise erneut im Gepäck haben. Im Vorjahr, als die Franzosen zu Gast an Rhein und Ruhr waren, konnten die Gastgeber das Heimspiel nutzen und gewannen 13:3. In diesem Jahr stehen Vergleiche im Fußball, Schwimmen, Tischtennis, Volleyball, Sportschießen, Fechten, Hockey und erstmals der Leichtathletik auf dem Wettkampfprogramm.

Aus Duisburg fuhren am Freitag insgesamt 120 Jugendliche und Erwachsene Sportler mit nach Calais. Angeführt wir die Gruppe vom Vorsitzenden des SSB, Rainer Bischoff, dessen Stellvertreter Joachim Gossow und dem Geschäftsführer Uwe Busch sowie seitens der Stadt von Bürgermeister Manfred Osenger, dem Sportdezernenten Ralf Krumpholz und dem Betriebsleiter Duisburg-Sport, Jürgen Dietz.

„Der Sportaustausch mit Calais ist eine der wenigen noch wirklich gelebten Verbindungen zu der Duisburger Partnerstadt", sagt Uwe Busch. das Lebenselexier ist dabei die Freundschaft, die über die Jahre zwischen dem SSB und den Sportlern in Calais gewachsen ist. Das Heimrecht wechselt von Jahr zu Jahr. Die Gastfreundschaft ist auf beiden Seiten stets gleich groß und spiegelt sich insbesondere in der großen Herzlichkeit wieder, die man an den drei Tagen fühlt.

Rainer Bischoff, der SSB-Vorsitzende, sieht den Austausch auch als eine Möglichkeit, das Image der Stadt ins beste Licht zu setzen. „Unsere Sportler sind Botschafter Duisburgs. Wenn sie sich mit ihren französischen Kollegen messen und später mit ihnen feiern, dann transportieren sie das Bild einer lebendigen und lebensfrohen Stadt. das ist authentischer als jede Anzeigenkampagne." Bei aller Freundschaft: Es geht natürlich auch um den Sieg im Städtevergleich, zumal Duisburg sich beim letzten Auswärtsspiel dem Gastgeber geschlagen geben musste.